Was ist der Unterschied zwischen Achtsamkeit und Meditation?

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Achtsamkeit, Achtsamkeit, Achtsamkeit … Sie ahnen es: Liegt voll im Trend. Und die inflationäre Verwendung des Begriffs hat dazu geführt, dass Achtsamkeit vielen Menschen heute tierisch auf die Nerven geht.

An jeder Ecke begegnet sie uns, sei es in der Buchhandlung in Form des neuesten Sachbuch-Bestsellers, oder in der Bankfiliale ums Eck, wo der achtsame Sparplan beworben wird.

Und dabei konnte sich in unseren Breiten vor nicht allzu langer Zeit unter dem Wort Achtsamkeit noch kaum jemand etwas vorstellen. 

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Und Meditation?

Meditation, im Gegensatz dazu, war bereits damals den meisten Menschen ein Begriff. Und auch, wenn die Begriffe heute oft bedeutungsgleich verwendet werden, klingt Meditation für viele Menschen weniger abschreckend.

Aber stimmt das überhaupt:

Haben Achtsamkeit und Meditation die gleiche Bedeutung?

Was ist Achtsamkeit?

Die Konzepte der Achtsamkeit und der Meditation sind zwar eng miteinander verwoben, haben aber trotzdem nicht die gleiche Bedeutung. Schwierig macht es vor allem der Umstand, dass es weder für Achtsamkeit, noch für Meditation, eine einheitliche Definition gibt.

Achtsamkeit ist keine spirituelle Trenderscheinung. Es handelt sich dabei um eine jahrtausendealte Tradition, die im Buddhismus wurzelt. Bekannt wurde das Konzept in den späten 1970er-Jahren auch im Westen, als Dr. Jon Kabat-Zinn daraus ein 8-wöchiges-Verhaltenstraining zur Stressreduktion entwickelte (MBSR = Mindfulness-based stress reduction) und der Achtsamkeit dazu verhalf, den religiösen Rucksack abzustreifen.

Die eigentliche Bedeutung von Achtsamkeit ist im Prinzip sehr einfach erklärt:

Den Augenblick – also Gedanken, Gefühle und Empfindungen – bewusst wahrzunehmen ohne diesen zu bewerten.

Wenn man Achtsamkeit übt, wird man über kurz oder lang auch in Stresssituationen immer besser in der Lage sein, bewusst und abseits von eingespielten Verhaltensmustern zu handeln.

Was ist Meditation?

Meditation ist eine Konzentrations- und Geistesschulung. Üben Sie sich in einer meditativen Praxis – sei es nun Zen, Transzendentale Meditation oder auch Vipassana – dann fokussieren Sie Ihr Bewusstsein auf ein Objekt, um die Aktivitäten Ihres Verstandes zu beruhigen. Der kann ja sehr sprunghaft sein, wie Sie sicherlich auch schon bemerkt haben. Soeben noch hochkonzentriert beim Schreiben eines Artikels, und – mir nichts, dir nichts – träumt man vom bevorstehenden Campingurlaub auf der Insel Cres. Nicht umsonst sprechen die Buddhisten vom „Affenverstand“. 

Das Objekt, auf das der Meditierende den Fokus richtet, kann sehr unterschiedlich sein:

In der Transzendentalen Meditation beispielsweise ist es ein „persönliches“ Mantra, sehr oft jedoch lediglich der Atem, dem die volle Aufmerksamkeit geschenkt wird. Die Atmung nimmt unter den vegetativen Funktionen des menschlichen Körpers eine Sonderstellung ein: Sie wird automatisch gesteuert und läuft damit autonom. Gleichzeitig – und darin liegt die Besonderheit – kann die Atmung aber auch willentlich gesteuert werden, was sie zum idealen Objekt der Meditationspraxis macht. Dabei lernt man dann, den „Affenverstand“ zu beruhigen und den Bewusstseinsstrom des Denkens mit Lücken zu unterbrechen.

Diese Geistesschulung verändert bei regelmäßiger Praxis Geist und Gehirn auf positive Weise. Unser Oberstübchen updated sich sozusagen mit einem nichtreaktiven Betriebssystem.

Achtsamkeit und Meditation – ein kongeniales Duo?

Dieses nichtreaktive Betriebssystem können wir auch als Achtsamkeit bezeichnen. Mit Hilfe einer regelmäßigen Meditationspraxis trainieren wir so den Bewusstseinszustand der Achtsamkeit und nehmen unsere Gedanken, Gefühle und Empfindungen immer bewusster wahr.

Zahlreiche wissenschaftliche Studien belegen heute die positiven Auswirkungen von Meditation und Achtsamkeit. Diese reichen von erhöhter Stressresistenz über die Milderung von chronischen Schmerzen bis hin zur Auflösung von Angstzuständen.

Fazit

Achtsamkeit und Meditation haben zwar nicht die gleiche Bedeutung, die Konzepte sind aber eng miteinander verwoben. Falls Sie nicht sowieso schon regelmäßig auf einem Kissen sitzen und Ihren Atem beobachten: Geben Sie dem kongenialen Duo eine Chance!


Quellen:

Janßen, S. & Hobacher, N. (2019). Die Reenergize-Formel – Der evolutionäre Baukasten für Energie und Glück (German Edition). Topicus.


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